Beeindruckend, vom Start weg: das Poetmag des Onlinemagazins „Poetenladen“, herausgegeben von Andreas Heidtmann. Sauber gesetzt, fadengeheftet, perfekt lektoriert, vermitteln die Hefte ein gediegenes Bild. Die Nr. 1 präsentiert auf 174 Seiten zur einen Hälfte Lyrik, dann Prosa und vier kurze Essays und ein Interview, in der (noch) umfangreicheren Nr. 2 ist das Verhältnis ähnlich, mit vier Interviews – der Charakter des „Poetmag“ ist eindeutig der einer Primärliteraturzeitschrift. Weit überwiegend handelt es sich um Erstveröffentlichungen.
Eine verblüffende Mischung aus Newcomern und bekannten AutorInnen präsentiert verschiedene Generationen und Stile auf hohem Niveau. Ein schöner dichter „Eckbank“-Text von Frank-Wolf Matthies steht neben einer Kurzgeschichte von Katharina Bendixen, die sich an einem makabren Zeitungsartikel entzündet, und so unterschiedlich die Texte zunächst wirken, so sind sie doch wie der überwiegende Teil der Prosa dominiert von einem ruhig assoziierenden Ich. Elke Erb eröffnet das ganze Magazin mit einem Gedicht über das Sieben.
Am Erker

Frühe Lesung – die ersten drei „poeten“
Anja Kampmann, Christian Kreis und Tina Gintrowski

2007: Die erste Buchmesse für
poetenladen und
poet.
Hier Magazin 1 und 2